Tilmann Althaus, Redakteur bei Sterne und Weltraum, war während des Starts beim Europäischen Raumflugkontrollzentrum der ESA in Darmstadt und verfolgte den Start. "Die Spannung war mit den Händen zu greifen", berichtet er. Doch die Sorge war unbegründet: Beim Start lief alles glatt. Die beiden Satelliten wurden erfolgreich ausgesetzt und werden in rund zwei Monaten ihre endgültige Position einnehmen. Das erste Ziel von Herschel wird laut ESA die Spiralgalaxie M51 im Sternbild Jagdhunde sein – um den 1. Juli 2009 dürften wir mit seiner ersten Aufnahme rechnen.
Planck wird sich den Himmel dagegen im Mikrowellenbereich anschauen, wobei er vor allem die kosmische Hintergrundstrahlung im Visier hat, die rund 380 000 Jahre nach dem Urknall ausgesendet wurde. Damit erhoffen sich die Forscher mehr über die Frühzeit des Universums, aber auch über dessen Struktur und Zusammensetzung zu erfahren. Aber auch näher liegenden Mikrowellenquellen, wie sie in der Milchstraße und anderen Galaxien zu finden sind, wird sich Planck widmen: beispielsweise interstellarem Staub, der Nachbarschaft Schwarzer Löcher oder Sternentstehungsgebieten. Die Kosten für die auf anderthalb Jahre ausgelegte Planck-Mission betragen rund 700 Millionen Euro. (mp)





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