Zum Zeitpunkt der Aufnahme begann in dieser Marsregion der Frühling und die während der langen Winterzeit abgelagerten Niederschläge aus Trocken- und Wassereis begannen zu tauen. Dabei entstanden diese seltsamen rundlichen Flecken, die an eingetrocknete Kaffeesatzflecken erinnern.
Sie liegen auf den Hängen und dem Kraterrand eines Marsvulkans mit dem Namen Malea Patera auf dem Boden des Hellas-Beckens. Die Forscher an der University of Arizona, welche die HIRISE-Kamera betreuen, vermuten, dass die dunklen Flecken aus vulkanischer Asche bestehen.
Eine alternative und besonders aufregende Erklärung wäre es, dass vulkanische Wärme aus dem Untergrund das selektive Auftauen auslöst. Bislang konnte auf dem Roten Planeten aber kein Beleg für eine so genannte fumarolische Aktivität gefunden werden. In einer Fumarole treten heiße oder warme vulkanische Gase aus dem Planeteninneren aus und das auch noch für viele Millionen Jahre nach dem Erlöschen der Eruptionstätigkeit des Vulkans. Allerdings zeigten sich auf Infrarotaufnahmen selbst der jüngsten Marsvulkane keinerlei ungewöhnlich warmen Gebiete.
In Zusammenhang mit möglichen vulkanischen Gasen und der Wärme könnten sich hier kleine Oasen des Lebens entwickeln. Auf der Erde sind die meisten Fumarolen von speziellen Mikroorganismen besiedelt, die keinen Sauerstoff zum Leben benötigen und direkt die vulkanischen Gase für ihren Stoffwechsel nutzen können.
Tilmann Althaus







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