Als sich im jungen Kosmos die ersten Galaxien formten, entstanden die Sterne darin so
schnell, wie es nach den Gesetzen der Physik gerade noch zulässig ist.
Markus Pössel
Es müssen nicht gleich die künftigen
Speerspitzen der Forschung wie das
James Webb Space Telescope oder das
European Extremely Large Telescope
sein – auch durch die schrittweise Weiterentwicklung
bereits vorhandener irdischer
Teleskope werden immer wieder
neue Arten von Beobachtungen möglich.
Ein Paradebeispiel liefert die gerade erschienene
Arbeit einer internationalen
Forschergruppe unter der Leitung von
Fabian Walter vom Max-Planck-Institut
für Astronomie in Heidelberg: Dem Team
gelangen mit der aktuellen Ausbaustufe
des Radiointerferometers IRAM auf dem
Plateau de Bure in den französischen Alpen
Beobachtungen,
die noch vor ein paar
Jahren unmöglich gewesen wären.
Beobachtungsziel war eine ferne Galaxie,
die heutigen Astronomen so erscheint,
wie sie 870 Millionen Jahre nach
dem Urknall aussah. Im Gegensatz zu vorherigen
Messungen gelang es, nicht nur
die allgemeine Sternentstehungsaktivität,
sondern auch die Ausdehnung des betreffenden
Sternentstehungsgebiets zu
messen, die nur rund 4000 Lichtjahre beträgt .
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