Die doppelte Mission der europäischen Weltraumteleskope Herschel und Planck bildete den Schwerpunkt im Januarheft von SuW. Und auch in diesem Heft bleiben wir beim Thema: Auf Seite 38 beginnt eine umfassende Schilderung der Planck-Mission zur hochpräzisen Kartierung der kosmischen Hintergrundstrahlung. Der große Beitrag von Jan Tauber, dem für das gesamte Projekt verantwortlichen Wissenschaftler, und einigen seiner Mitarbeiter umfasst nicht nur die wissenschaftliche Begründung und die Schilderung der Strategien und Ziele dieser zunächst ausschließlich der beobachtenden Kosmologie gewidmeten Mission. Es werden auch hochinteressante Nebenaspekte diskutiert: Wer bis an den Anfang der Welt zurückblickt, sammelt auch Photonen von all den Quellen auf, die im »Vordergrund« auf seinem Sehstrahl liegen: Von der Flut der Informationen aus dieser »Zugabe« versprechen sich die Forscher vielfältige Erkenntnisse über die Milchstraße und die Welt der Galaxien. Schließlich demonstriert der dritte Teil des Beitrags, welche technologischen Hochleistungen erforderlich waren, um unser kosmologisches Weltbild auf eine neue Stufe zu heben – denn nichts weniger als dies erhoffen sich die Beteiligten als Ergebnis der Planck-Mission. Aber nicht nur unbemannt wollen die Europäer demnächst den Weltraum erobern. In seinem Bericht über die »International Space Exploration Conference« vergangenen November in Berlin schildert Torsten Gemsa die Aufbruchstimmung, in der Verantwortliche der Esa und des DLR sowie rund 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und
Wissenschaft die Zukunft der europäischen Raumfahrt diskutiert haben. Auf der europäischen Agenda steht eine Bündelung der Kräfte, um ein anspruchsvolles Programm zur Erkundung unseres Planetensystems in Angriff zu nehmen (Seite 22 – 24). Nach wie vor navigiert die europäisch-amerikanische Raumsonde Cassini im Saturnsystem herum und sammelt aus noch nie gekannten Perspektiven Eindrücke vom Gasriesen und seinen Monden. Einige dieser Bilder, die uns besonders interessant schienen, haben wir auf den Seiten 26 – 37 zusammengestellt. Das Überleben der Erde, wenn die Sonne ihr Rote-Riesen-Stadium durchläuft, erscheint nicht mehr absolut unmöglich: Das lässt sich aus der Entdeckung eines Exoplaneten folgern, der diese Phase der Entwicklung seines Zentralsterns in einem vergleichbaren Abstand wie die Erde bereits überstanden hat (Seite 19). Die totale Mondfinsternis am 21. Februar können Sie freihändig fotografieren (Näheres dazu im Beitrag von Jörg Piper auf Seite 72 – 75). Oder Sie können – falls Ihre Freunde mitmachen möchten und sich hinreichend weit von Ihnen entfernt aufhalten – die Gelegenheit nutzen, um den momentanen Abstand des Mondes von Ihrem Standort auf ein Prozent genau zu bestimmen. Wie man das mit einfachen Mitteln schaffen kann, erklärt Ihnen Martin Federspiel auf Seite 76 – 79. Viel Spaß dabei!
Der hellste Stern im »Trapez« erzeugt eine gigantische Blase aus heißem Plasma
Beobachtungen des Orionnebels mit dem europäischen Röntgensatelliten XMM-Newton haben zur Entdeckung einer neuen Komponente des komplexen Sternentstehungsgebiets geführt: Millionen Grad heißes Plasma...
Wird die Erde das Rote-Riesen-Stadium der Sonne
überleben? Ein Beispiel zeigt: möglicherweise ja
Ein kürzlich entdeckter Planet umläuft seinen Zentralstern
V 391 Pegasi in einer Entfernung von 1,7 Astronomischen Einheiten, seine Masse beträgt 3,2 Jupitermassen. Das Besondere: V 391 Peg hat das...
Seit April 2006 umkreist die europäische Raumsonde VENUS EXPRESS den inneren Nachbarplaneten der Erde und übermittelt Bilder und Messdaten von seiner Atmosphäre. Kürzlich stellten die an der Mission...
Wo stehen wir? Wohin wollen wir? Überraschend eindeutig fielen die Antworten auf einer internationalen Konferenz zur Erkundung des Weltraums aus: Europa ist in Aufbruchstimmung, will seine Kräfte...
Vorstoß in neue Dimensionen der beobachtenden Kosmologie
In wenigen Monaten wird eine ARIANE-5-Rakete den Satelliten
PLANCK der ESA gemeinsam mit dem Weltraumteleskop HERSCHEL auf den Weg zum Librationspunkt L2 bringen. Dort, weit jenseits des Mondes, wird...
Digitale Kameras und eine computergestützte Bildbearbeitung ermöglichen die Fotografie von Mondfinsternissen mit einfachem apparativem Aufwand. Am Beispiel der totalen Mondfinsternis, die in der Nacht...
Mondfinsternisse eignen sich besonders gut dazu, eines der wichtigsten Verfahren der kosmischen Entfernungsbestimmung nachzuvollziehen: Misst man von zwei weit auseinanderliegenden Orten auf der Erde...
Die Teleskophersteller Celestron und Meade bieten digitale Systeme an, die auch unerfahrenen Beobachtern die Orientierung am Himmel ermöglichen sollen. Wie bewähren sich die beiden Helferlein im...
Zwei wenig beachtete, aber sehr interessante Objekte befinden sich im Herbst und Winter hoch am Abendhimmel: NGC 278, eine Spiralgalaxie mit außergewöhnlichem Erscheinungsbild, und unweit davon der...
Im vergangenen Juli riefen die Zeitschriften »Sterne und Weltraum« und »astronomie heute« zum Artikelwettbewerb »Mein schönstes Astroerlebnis« auf. Den ersten Preis, einen Reisegutschein der Firma...
Den fünfzigsten Jahrestag des ersten Satellitenstarts ins All am 4. Oktober 1957 nahmen viele Autoren und Verlage zum Anlass,
Bücher zur Geschichte der Raumfahrt und ihrer Zukunft zu veröffentlichen....
Im Herzen des großen Orionnebels residieren vier leuchtkräftige Sterne. Der hellste und heißeste von Ihnen, θ1 Orionis C, besitzt einen heftigen Sternwind und schafft damit eine riesige Kavität innerhalb des Orionnebels, die mit heißem Plasma gefüllt ist.
Die umfassende Weltraumperspektive für alle, denen die kosmische Umgebung unserer Erde nicht gleichgültig ist. Experten ihres Fachs beschreiben für Sie das faszinierende Geschehen im Weltall. »