Am 13. Februar war Cassini bis auf rund 10 000 Kilometer an den kraterübersäten Mond herangeflogen und konnte seine volle Ausrüstung an fernerkundlichen Instrumenten auf Mimas richten. Die Oberfläche des Mondes wird vor allem von Einschlagkratern geprägt, die in so großer Zahl auftreten, dass man von einer "kratergesättigten Oberfläche" spricht. Dies bedeutet, dass jeder neue Einschlag auf Mimas mehrere bereits vorhandene Einschlagkrater zerstört.
Der Vergleich einer Karte des Saturnmonds Mimas im sichtbaren Licht (links) mit einem Infrarotbild (rechts) enthüllt, dass der große Einschlagkrater Herschel von einer Region mit kühlerem Eis umgeben ist.
Das auffälligste Merkmal von Mimas ist ein auf die Größe des Mondes bezogen gigantischer Einschlagkrater namens Herschel. Er erstreckt sich über rund 140 Kilometer Durchmesser und wurde nach dem Entdecker von Mimas, dem deutsch-englischen Astronomen Wilhelm Herschel, benannt.
Die Infrarotkarten, die CIRS von Mimas lieferte, zeichnen jedoch ein ganz anderes Bild. Die wärmsten Regionen auf Mimas befanden sich nahe dem Morgenterminator, also da, wo die Sonne gerade aufgegangen war. Dort maß CIRS "lauschige" Temperaturen von 92 Kelvin (–181 Grad Celsius), während es im überwiegenden Rest des Mondes etwa 77 Kelvin (–196 Grad Celsius) kalt war. Die kalten Regionen befinden sich im Umfeld des Kraters Herschel, während es nahe des Kraterzentrums etwa 84 Kelvin (–189 Grad Celsius) kalt ist, also rund sieben Kelvin mehr als im Umland.
Tilmann Althaus









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