Der Gasriese WASP-12b kreist auf einem exzentrischen Orbit extrem nah um seinen Stern – seine Umlaufzeit beträgt nur 26 Stunden. Nichts Ungewöhnliches für einen Exoplaneten. Mit nahezu dem doppelten Jupiterdurchmesser ist er im Vergleich zu anderen Gasriesen ähnlicher Masse (rund anderthalb Jupitermassen) und Umlaufdauern allerdings unerwartet groß. Zwar wird WASP-12b von seinem Mutterstern stark erhitzt, doch erkläre das laut den Wissenschaftlern nicht seine "aufgeblähten" Ausmaße.
Die Illustration macht deutlich, wie nah der Exoplanet um seinen Mutterstern kreist. Die Nähe zur Sonne führt zu gewaltigen Gezeitenkräften.
Möglicherweise überkompensieren die Gezeitenkräfte das Zusammenziehen des Planeten sogar. Seine Hülle würde sich weiter ausdehnen und ab einer bestimmten Grenze kann die Atmosphäre von WASP-12b seinem Gravitationsfeld entkommen. Fortney und sein Team analysierten daraufhin das Sternlicht während eines Planetentransits und stellten tatsächlich einen Masseverlust fest. Die Autoren spekulieren weiter, dass das zum Mutterstern überströmende Gas eine dünne Scheibe um den Stern bildet. Diese würde nachweisbare Infrarotstrahlung aussenden. (mp)





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