Die baryonische Materie, also die Atome und Moleküle, aus denen die Sterne, aber auch wir selbst und unsere Umwelt zusammengesetzt sind, macht nur etwa vier Prozent aller kosmischen Materie und Energie aus. Maßgeblich für die Entwicklung der Strukturen im Universum war und ist die Dunkle Materie mit ihrem dominanten Gravitationsfeld. Zunächst war die Dunkle Materie annähernd homogen verteilt. Unter dem Einfluss der Gravitation nahm sie eine zunehmend inhomogene, filamentartige Struktur an. Die baryonische Materie folgte dem Schwerefeld der Dunklen Materie, und in ihrer Verteilung bildeten sich immer größere Dichtekontraste aus. So entstand die Vielfalt der kosmischen Filamente, Galaxien, Sterne und Planeten, die wir heute beobachten.