Ursprünglich lag die baryonische Materie im Universum als nahezu reines
Wasserstoffgas vor. Mit der Ausbildung der kosmischen Strukturen und der Entstehung
der ersten massereichen Sterne und Galaxien begann der Kreislauf, der die
kosmische Entwicklung vorantreibt. Darin spielt das diffuse Gas, das sich zwischen
den Sternen und zwischen den Galaxien befindet, nach wie vor eine wesentliche Rolle.
Philipp Richter
Die baryonische Materie, also
die Atome und Moleküle, aus
denen die Sterne, aber auch
wir selbst und unsere Umwelt
zusammengesetzt sind, macht nur etwa
vier Prozent aller kosmischen Materie und
Energie aus. Maßgeblich für die Entwicklung
der Strukturen im Universum war
und ist die Dunkle Materie mit ihrem dominanten
Gravitationsfeld.
Zunächst war die Dunkle Materie annähernd
homogen verteilt. Unter dem
Einfluss der Gravitation nahm sie eine
zunehmend inhomogene, filamentartige
Struktur an. Die baryonische Materie
folgte
dem Schwerefeld der Dunklen Materie,
und in ihrer Verteilung bildeten sich
immer größere Dichtekontraste aus. So
entstand die Vielfalt der kosmischen Filamente,
Galaxien, Sterne und Planeten, die
wir heute beobachten.
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