Mit ihrem Modell konnten die Forscher sogar die im 23. Zyklus beobachteten Eigenschaften reproduzieren. Dieser begann im Jahr 1996 und erreichte das Aktivitätsmaximum im Jahr 2000, danach folgte ein außergewöhnlich langes Aktivitätsminimum, charakterisiert durch ein sehr schwaches Magnetfeld an den Polen und eine überdurchschnittlich lange Periode ohne Sonnenflecken.
Beobachtungen der Sonne hatten bereits gezeigt, dass die meridionale Zirkulation des Plasmas sowohl während eines als auch zwischen verschiedenen Zyklen variiert. Allerdings bilden diese Daten nur die oberen zehn Prozent der Sonne und nicht die gesamte Konvektionszone ab, wie die nun durchgeführten Simulationen. Im März 2010 hatten Daten des Sonnensatelliten Soho beispielsweise erstmals den Verlauf von Plasmaströmungen auf der Sonnenoberfläche gezeigt. Die gemessene, unüblich hohe Geschwindigkeit brachten die Wissenschaftler bereits damals mit der außergewöhnlichen Länge eines Aktivitätsminimums in Zusammenhang.
Maike Pollmann





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