Da diese aber einen gewissen Drehimpuls aufweist, kann sie nicht auf geradem Weg in das Schwarze Loch fallen, sondern spiralt in einer Scheibe um das Schwarze Loch langsam in dieses hinein. In dieser Akkretionsscheibe werden durch Reibung und Magnetfelder enorme Energiemengen freigesetzt, so dass der Innenbereich extrem hell leuchtet. Zudem wird ein Teil der heißen Materie in Richtung der beiden Pole des Magnetfelds mit hoher Geswindigkeit ins All befördert, wobei so genannte bipolare Jets entstehen.
Diese wechselwirken mit dem intergalaktischen Medium des Virgo-Haufens, wobei sich Stoßwellen ausbilden. Im beistehenden Bild ist sie mit gelben Strichen hervorgehoben. Im Zentrum befindet sich das Schwarze Loch, dessen Jets hell hervortreten, darüber schließt sich eine "Eruptionswolke" an, wo das Schwarze Loch vor etwa elf Millionen Jahren einige hundert Millionen Sonnenmassen an Gas ausgetoßen hat, so ein Forscherteam um Evan Million an der Stanford University. Die große Stoßwelle geht auf einen Ausbruch vor rund 150 Millionen Jahren zurück.
Die jüngere Ausbruchswolke leuchtet wegen ihrer hohen Temperatur hell im Röntgenlicht und ist auf den Blidern in blau dargestellt. Das Röntgenbild wurde vom Forschungssatelliten Chandra abgelichtet. Im Radiowellenbereich, hier rot wiedergegeben, strahlen vor allem Elektronen, die sich in Magnetfeldern bewegen die so genannte Synchrotron-Strahlung ab. Die Radiokarte wurde mit dem Very Large Array in New Mexico aufgenommen.
Tilmann Althaus









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