Um Pluto dennoch innerhalb einer akzeptablen Zeitspanne erreichen zu können, entschlossen sich die Missionsplaner, die Schwerkraft des größten Planeten unseres Sonnensystems, Jupiter, zu einer weiteren Beschleunigung von New Horizons auszunutzen. Durch den Vorbeiflug am Jupiter verkürzt sich die Flugzeit der Sonde um mehr als drei Jahre.
Die relativ dichte Passage am Jupiter bietet eine Fülle an interessanten Beobachtungsobjekten, und das Wissenschaftlerteam von New Horizons plante für die Tage vor und nach dem Vorbeiflug rund 700 Beobachtungen. Neben dem Planeten selbst und seinem mächtigen Magnetfeld stehen besonders die vier großen Monde Io, Europa, Ganymed und Callisto im Mittelpunkt des Interesses.
Das beigefügte Bild zeigt Io, den innersten der vier großen Jupitermonde. Das Bild entstand am 26. Februar, als New Horizons rund vier Millionen Kilometer von Io entfernt war. Die kleinsten erkennbaren Details sind etwa zwanzig Kilometer groß. Io wird auch Vulkanmond genannt, denn auf ihm sind mehr als hundert aktive Vulkane bekannt. Sie spucken eine heiße silikathaltige Lava aus, die der Lava der irdischen Vulkane sehr ähnelt. Tatsächlich lässt sich auf diesem Bild sogar eine rund 250 Kilometer hohe Ausbruchsfahne erkennen, die vom Vulkan Tvashtar ausgeht.
Der größte Teil der Bilder und Messdaten von New Horizons wird nicht live übertragen, sondern zunächst an Bord gespeichert. In den Wochen nach dem Vorbeiflug werden sie dann nach und nach zur Erde übermittelt. So, stay tuned!
TA





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