Meteoriten
Vom Asteroidengürtel nach Neuschwanstein
Eine spektakuläre Feuerkugel über Südbayern in diesem Frühjahr erwies sich als Glücksfall für die Planetenforscher. Der zugehörige Meteorit konnte in den Alpen geborgen und als Bote vom Asteroidengürtel ausgemacht werden.
Thorsten Dambeck
Aber nicht nur für die zufälligen Beobachter des Spektakels war dies ein denkwürdiger Abend, er sollte auch ein Highlight für die Meteoritenforschung werden: "Auf diesen Moment haben wir Jahrzehnte gewartet", sagte Dieter Heinlein auf der internationalen Konferenz "Asteroiden, Kometen, Meteore ACM-2002" in Berlin Anfang August. Pünktlich zur Tagungseröffnung konnte der Koordinator des Europäischen Feuerkugelnetzes den 450 Teilnehmern den Verursacher des bayrischen Frühlingsfeuerwerks präsentieren: einen faustgroßen schwarzen Steinmeteoriten mit einer Masse von 1750 Gramm. Berliner Amateurastronomen hatten das Fragment nur wenige Tage zuvor bei einer gezielten Suchaktion entdeckt. Es lag an prominenter Stelle: nur sechs Kilometer entfernt von Neuschwanstein, dem berühmten Schloss König Ludwigs II.
Mit automatischen Kameras auf Meteorjagd
Der Fund krönt die langjährige Arbeit des Feuerkugelnetzes, das in der Bundesrepublik vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) betreut wird. Zuletzt war es in Europa 1959 gelungen, einen Meteoriten auf Grund fotografischer Beobachtungen zu bergen. Auch in den USA und in Kanada ist bisher nur je ein solcher Fund bekannt. Trotz ihrer geringen Zahl sind diese Meteoriten aber von enormem wissenschaftlichem Wert: Aus ihrer Leuchtspur am Himmel lässt sich ihre Umlaufbahn um


abrufen





Polarstern unterwegs |
WIRKLICHKEIT |
Robotergesetze |
NeuroKognition |
Landschaft & Oekologie |
bildungslücke |
braincast |
Fischblog |
Detritus |
Uhura Uraniae |
Sprachlog |
Con Text | 





