Kosmologie
Schattenrisse Schwarzer Löcher
Die gewaltige Schwerkraft dieser kosmischen Mahlströme lässt nicht einmal Licht aus ihrem Bannkreis entkommen. Dennoch sollen weltweit vernetzte Radioteleskope demnächst den Schatten eines Schwarzen Lochs vor dem kosmischen Hintergrund abbilden.
Der Raumfahrer selbst erlebt hingegen keine Verlangsamung der Zeit und sieht am Ort des Ereignishorizonts nichts Ungewöhnliches. Dass er eine Grenze überschritten hat, weiß er nur, weil er uns sagen hört: "Hallo, der Empfang wird jetzt sehr schlecht." Seine letzten Eindrücke vermag er uns nicht mehr mitzuteilen, denn nichts, nicht einmal Licht, kann dem extremen Sog der Schwerkraft innerhalb des Ereignishorizonts entkommen. Eine Minute, nachdem er in den Horizont eingedrungen ist, zerreißen ihn die dort herrschenden Gravitationskräfte


Avery E. Broderick und Abraham Loeb arbeiten seit 2005 im Institute for Theory and Computation des Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics zusammen. Broderick forscht derzeit am Canadian Institute for Theoretical Astrophysics der University of Toronto. Er war führend an der Entwicklung von Verfahren zur Abbildung des Horizonts Schwarzer Löcher beteiligt. Loeb ist Astronomieprofessor an der Harvard University und Gastprofessor am Weizmann Institute of Science in Rehovot (Israel). Er hat bahnbrechende theoretische Arbeiten über Sternentstehung, supermassereiche Schwarze Löcher und Gammastrahlenausbrüche durchgeführt.
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1. Größe Schwarzer Löcher
06.12.2010, Wolfgang Krug, DresdenLeider scheint mir der Größenvergleich auf S. 26 Z. 11 ff von unten misslungen. Die Aussage "Selbst ein Monster mit einer Milliarde Sonnenmassen würde bequem in die Neptunbahn passen" ist nicht falsch, trifft aber den Kern nicht. Nach grober Abschätzung passen in eine Kugel mit dem Radius der Neptunbahn ungefähr 250 Milliarden Sonnen. Da das Volumen eines Schwarzen Loches wohl deutlich kleiner ist als das der Sonne, scheint der Vergleich unpassend.
2. Größe Schwarzer Löcher 2
07.12.2010, Manfred Lichtinger, Straubing