jetzt, in den langen Nächten des Herbstes und des kommenden Winters, gibt es wieder ausreichend Gelegenheit, sich an den Wundern des Himmels zu erfreuen. Alles, was wir dazu brauchen, ist nebelfreies Wetter und die Bereitschaft, in der Hektik des Alltags einen Moment innezuhalten. Wer dann den Blick nach oben richtet und seine Sinne öffnet, wird belohnt durch zahlreiche Entdeckungen und Aha-Erlebnisse. Hoch über uns prangt das schimmernde Band der Milchstraße. Und selbst mit bloßem Auge lassen sich unter den unzähligen hellen und weniger hellen Sternen zwei diffuse Objekte ausmachen: Im Sternbild Andromeda sehen wir den Andromedanebel – es ist eine Galaxie, ähnlich groß wie unser eigenes Milchstraßensystem, deren Licht rund zwei Millionen Jahre unterwegs war, bevor es unser Auge trifft. Und im Sternbild Orion scheint einer der markanten Sterne von einem feinen Lichtschleier umgeben zu sein: Dieser Orionnebel besteht aus Gas- und Staubwolken, die von jungen Sternen zum Leuchten angeregt werden.
Die moderne Forschung beschäftigt sich intensiv mit den beiden doch so unterschiedlichen Nebeln. Aber auch aus historischer Sicht sind beide Objekte interessant. Der älteste Beleg für die Sichtung des Andromedanebels findet sich in einer Zeichnung, die der arabische Wissenschaftler Abd ar-Rahman as-Sufi um das Jahr 964 in seinem »Buch der Fixsterne« veröffentlichte. Doch vom Orionnebel fehlen Hinweise aus vorteleskopischer Zeit. Die ältesten Aufzeichnungen datieren von 1610, aus dem Jahr also, als die Astronomen gerade die ersten Teleskope zu nutzen begannen.
Diese Notizen liegen erst seit Kurzem in einer vollständigen Übersetzung aus
dem Lateinischen vor. Ihr Studium wirft einige Fragen auf: Könnte es sein, dass der Orionnebel früher nicht so hell leuchtete wie heute, also mit bloßem Auge gar nicht gesehen werden konnte? Unser Autor Harald Siebert von der Technischen Universität Berlin hat die 400 Jahre alten Beobachtungsberichte ausgewertet. Seine Befunde werfen ein neues Licht auf den Orionnebel (S. 32).
Beobachtungen mit dem VLT-Interferometer lieferten ein erstes Infrarotbild der
direkten Umgebung eines massereichen jungen Sterns. Es zeigt eine kompakte Struk tur
mit erstaunlicher Ähnlichkeit zu...
Durch die Kombination spektroskopischer und astrometrischer Beobachtungsdaten
gelang amerikanischen Astronomen eine überraschende Entdeckung in einem der
meistuntersuchten Exoplanetensysteme: Die...
Im November des Jahres 1610, vor genau 400 Jahren, entdeckte der französische
Gelehrte
Nicolas-Claude Fabri de Peiresc den heute so berühmten Nebel im Schwert
des Orion per Teleskop – noch im...
Teleskope bestehen nicht nur aus optischen Komponenten. Ihre äußere Gestalt wird stark
durch die Mechanik ihrer Montierungen geprägt. Daher kann der Fachmann an ihrer
Form direkt ablesen, welche...
Es müssen nicht unbedingt die trockenen Wüsten südlicher Gefilde mit ihrer klaren
Luft sein – auch unter den wechselhaften Wetterverhältnissen Mitteleuropas lassen sich
Planeten detailreich...
Wer ist nicht begeistert vom Anblick der Saturnringe, von der Kraterwelt des Mondes oder von der Pracht funkelnder Sternhaufen?
Doch mit welchem Teleskop könnte der Einstieg in die
...
Die im Jahr 1839 in Pulkowo bei Sankt Petersburg
gegründete Nikolai-Hauptsternwarte gelangte im
19. Jahrhundert zu hohem Ansehen. Zu diesem Erfolg
trugen die beiden deutsch-russischen Astronomen
...
Die Sonnenaktivität nimmt seit geraumer Zeit zu, somit treten Polarlichter häufiger
auf. Besonders eindrucksvoll zeigen sich diese farbigen Himmelsschauspiele über den
hohen nördlichen Breiten....
In der Grundschule Dörnberg in Hessen arbeitet der Autor ehrenamtlich mit Schülern
in einer Astronomie-AG. Zu den praktischen Aktivitäten zählen die Beobachtung von
Mond und Sonne, der Aufbau eines...