binnen weniger Tage im Februar schrieben zwei merkwürdige Unfälle auf ihre Art Geschichte: Zunächst stießen in den Weiten des Atlantiks zwei Atom-U-Boote zusammen, ein französisches und ein britisches. Dass die Kollision einigermaßen glimpflich ausging, ist auf die niedrige Geschwindigkeit der beiden Waffenträger zurückzuführen. Weniger Glück hatte kurz darauf ein US-amerikanischer Telekommunikationssatellit der Iridium-Serie: Mit mehr als elf Kilometern pro Sekunde prallte er auf den ausgedienten russischen Satelliten Kosmos 2251, der seine Bahn kreuzte. Damit sind erstmals seit Beginn der Raumfahrt zwei künstliche Erdtrabanten kollidiert. Von beiden Satelliten blieben nur Trümmerwolken übrig. Die allerdings haben es in sich: Mit unverminderter Geschwindigkeit rasen sie um die Erde, breiten sich weiter aus, gelangen auch auf höher- und tiefergelegene Bahnen und bedrohen andere Raumflugkörper in der Umlaufbahn (S. 26).
Die Natur freilich kann noch mit ganz anderen Kollisionen aufwarten – und glücklicherweise sind sie weit genug von uns entfernt. In relativ sicherem Abstand von 13 Millionen Lichtjahren verschmilzt gerade eine Spiralgalaxie mit der riesigen elliptischen Galaxie Centaurus A (zu sehen auf unserem Titelbild). Die Sterne bleiben dabei intakt, doch die Dynamik solcher Vorgänge ist gewaltig. Explosive Sternentstehung, Schwarze Löcher und Sternexplosionen sind nur einige der damit verbundenen Schlagworte. Guinevere Kauffmann und Simon White widmen sich dem Aufbau und der Zerstörung, die mit solchen Prozessen verbunden sind (S. 30).
Im Jahr 2011 soll die erste rein private Weltraummission
mit zwei Passagieren und einem russischen Piloten in einem
Sojus-Raumschiff zur Internationalen
Raumstation starten.
Mit dem Interferometer MIDI des Very Large Telescope (VLT) der europäischen
Südsternwarte ließen sich die Formen und Größen von Asteroiden erstmals direkt
bestimmen. Die rund elf Kilometer große...
Am 10. Februar 2009 kam es zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt zu einem
größeren Verkehrsunfall. Das Ereignis zerstörte den US-Kommunikationssatelliten
Iridium 33 und den ausgedienten...
Galaxien sind in massereiche Halos aus unsichtbarer Dunkler Materie eingebettet,
aber nicht jeder dunkle Halo beherbergt eine Galaxie. Welche Faktoren entscheiden,
ob es in einem Halo überhaupt zur...
Zu den bekanntesten astronomischen Forschungsstätten weltweit gehört das
große Radioteleskop von Arecibo. Seine Sammelfläche mit einem Durchmesser
von 305 Metern ist in einer Bergmulde aufgespannt....
Galilei und seine Zeitgenossen überwanden jene strikte Trennung
zwischen einer Physik des Himmels und einer anderen Physik der Erde,
die das aus der griechischen Antike überlieferte Denken beherrschte.
Samt Teleskop dem heimatlichen, meist lichtdurchfluteten
Nachthimmel zu entfliehen, in möglichst dunkle Gefilde, davon
träumen Amateurastronomen nicht mehr nur. Mittlerweile
haben selbst große...
In nahezu allen Astrofotos erstrahlen die Zentren leuchtkräftiger Nebel und Sterne in
reinem Weiß, mit roten oder blauen Rändern. Dies ist ein ungewolltes Artefakt,
resultierend aus der Hervorhebung...
Im Blogportal von »Sterne und Weltraum«, www.kosmologs.de, schreiben
Wissenschaftler und Amateurastronomen Beiträge aus ihrer persönlichen Sicht
zu Themen der Weltraumforschung. Zwei von ihnen...
Komet Lulin zeigt uns seinen Gas- und Staubschweif auf unterschiedlichen
Seiten der Kometenkoma. Auf seinem parabelnahen
Sonnenumlauf wird er uns, wie viele seiner Vorgänger
auch, nicht wieder...