WISE hatte den Asteroiden mehrmals während anderthalb Tagen Beobachtungszeit im Visier gehabt, so dass er sich bei der nachfolgenden Auswertung der Aufnahmen als ein gegenüber dem Himmelshintergrund bewegendes Objekt entlarvte. Nachfolgende Untersuchungen mit dem 2,2-Meter-Teleskop der Universität von Hawaii auf dem Mauna Kea bestätigten dann seine Natur als Asteroid.
Die Projektwissenschaftler gehen davon aus, dass WISE während der 20 Monate langen Durchmusterung bis zu 100 000 neue Objekte finden wird, die meisten davon im Asteroidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Damit ist WISE eine wertvolle Ergänzung zu den erdgebundenen Asteroidensuchprogrammen, die vorwiegend im sichtbaren Licht arbeiten. Da WISE im Infraroten arbeitet, ist es ihm möglich, auch solche Asteroiden aufzuspüren, die im sichtbaren Licht sehr dunkel erscheinen und damit den Asteroidenhäschern bislang durch die Lappen gegangen sind.
So wird unter anderem der im letzten Jahr gestartete ESA-Forschungsatellit Herschel von der neuen Karte profitieren, da sie Hinweise auf zahlreiche bislang unbekannte Himmelsobjekte liefern wird. Daraufhin kann Herschel auf diese gezielt ausgerichtet werden.
Tilmann Althaus






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