Die Raketen und Ballons starten vom nördlich des Polarkreises gelegenen Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Schweden. Ein BEXUS-Ballon bietet auf seinem Flug zwei bis fünf Stunden Zeit für wissenschaftliche Experimente. Dabei erreicht er mit einer maximalen Höhe von 35 Kilometern die mittlere Stratosphäre. Der Flug einer REXUS-Rakete dauert hingegen nur etwa fünf Minuten. Dafür trägt sie die Projekte bis in eine Höhe von rund 90 Kilometern.
Die Studenten erarbeiten die Experimente in Form kleiner Projekte. Sie beginnen mit der Idee und Planung und enden mit der Veröffentlichung der Ergebnisse. Dazwischen bauen und testen die Teilnehmer die Experimentierausrüstung. Sie nehmen an den Startvorbereitungen auf Esrange teil, verfolgen und steuern ihre Experimente vom Kontrollraum aus und analysieren die gewonnenen Daten. Die Studenten erhalten während der gesamten Projektdauer Unterstützung von den Raketen- und Ballonfachleuten des DLR und der Swedish Space Corporation (SSC).
Seit Beginn des Programms im Jahr 2007 fanden im Oktober 2008 eine BEXUS- und im März 2009 eine REXUS-Kampagne mit je zwei Flügen statt, an denen sich fünf Studentengruppen von deutschen Universitäten und Hochschulen beteiligten. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die beiden Ballons mit den Namen BEXUS 8 und BEXUS 9. Sie sollen im Zeitraum vom 4. bis 13. Oktober 2009 von Esrange aus starten.
Thomas Reiter, ehemaliger Astronaut und heute Mitglied des DLR-Vorstands, wird im Rahmen des REXUS/BEXUS-Programms in einem Vortrag von seinen Erfahrungen im Weltraum und den Experimenten auf den Raumstationen ISS und MIR berichten.
DLR/Red.







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