Der Hauptspiegel des Teleskops wird aus 492 sechseckigen Segmenten mit je 1,45 Meter Durchmesser bestehen. Jedes von ihnen lässt sich unabhängig ausrichten, damit der Spiegel in jeder Lage stets seine optimale Form behält. Die Lichtausbeute des Spiegels wird diejenige der momentan größten Instrumente, wie beispielsweise die beiden Zehn-Meter-Teleskope des Keck-Observatoriums fast um das Zehnfache übertreffen.
Wie alle modernen Großteleskope wird das TMT über eine adaptive Optik verfügen, damit Luftturbulenzen keine unscharfen Bilder verursachen. Sensoren verfolgen das Flimmern mehrerer Fixsterne sowie künstlicher Leitsterne und regeln die Form von zwei flexiblen Spiegeln im Strahlengang mehrere hundert Mal pro Sekunde nach, um dies auszugleichen.
Das Sichtfeld des Teleskops wird 20 Bogenminuten betragen – zwei Drittel des scheinbaren Monddurchmessers. Bestückt wird die Optik mit Sensoren für optisches Licht, Infrarot und nahes Ultraviolett.
Ursprünglich plante die ESO sogar einen Hundert-Meter-Spiegel, verschob diesen jedoch auf unbestimmte Zeit, um die nötige Technologie zuerst am E-ELT zu testen. Wichtigste Ziele des Projekts sind die Suche nach erdähnlichen Planeten und präzise Messungen an den ältesten Sternen und Galaxien. Mit seiner extremen Lichtstärke und einem Sichtfeld von nur zehn Bogenminuten wird das Teleskop gezielt diese fernen Objekte ins Visier nehmen.
Ralf Strobel







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