Lange Zeit kannten Astronomen nur zwei Arten von Schwarzen Löchern: Die kleinen, »stellaren« Exemplare blieben übrig, wenn ein riesiger Stern unter seiner eigenen Schwerkraft kollabiert, und die gigantischen, »supermassereichen« Vertreter sitzen in den Zentren von Galaxien. Was fehlte, waren Löcher mittlerer Größe, die ein paar hundert- oder tausendmal die Masse der Sonne in sich vereinigen. Wissenschaftler um Philip Kaaret von der University of Iowa hat nun mit seinem Team einen Kandidaten für ein mittleres Schwarzes Loch beobachtet, der von einem Stern umkreist wird, dem er Materie entzieht.
Die Forscher stellten bei ihren Messungen fest, dass das Schwarze Loch in der Galaxie M82 im Röntgenlicht mit einer Periode von 62 Tagen heller und dunkler wurde. Sie errechneten, dass diese Schwankungen sich am besten erklären lassen, wenn man annimmt, dass ein Riesenstern ein mittleres Schwarzes Loch umkreist und dabei Materie an den gierigen Nachbarn verliert. Beim Sturz in das Loch geben die Atome Energie unter anderem in Form von Röntgenstrahlung ab, was die erstaunliche Helligkeit des Objekts verursacht.
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