Privatrakete Falcon-1 erreicht endlich die Umlaufbahn
Dreimal in Folge hatte die privat finanzierte und entwickelte Trägerrakete Falcon-1 versagt, aber am 29. September konnte die Rakete der Firma SpaceX in eine Erdumlaufbahn einschwenken. Aus leidvoller Erfahrung klug geworden, war bei diesem Testflug keine wertvolle Nutzlast an Bord.
Wie alle Raketen der Falcon-1-Reihe startete auch dieses Exemplar vom Kwajalein-Atoll im Pazifik, das unter der Kontrolle der USA steht. Die Rakete trug 165 Kilogramm Ballast ins All, da man nicht noch einmal wertvolle Technik verlieren mochte.
Die zweistufige Falcon-1 ist rund 21 Meter lang und kostet pro Flug etwa 7,9 Millionen Dollar, ein Bruchteil dessen, was für einen Mitflug mit einer Trägerrakete wie der Ariane-5 fällig wird. Die Falcon-1 ist als Technologieträger zu verstehen, die Firma SpaceX möchte jedoch noch wesentlich anspruchsvollere und leistungsstärkere Raketen entwickeln. Sie sollen dann auf dem kommerziellen Satellitenmarkt angeboten werden und gegen Bezahlung Nutzlasten ins All transportieren. Auch an Geschäfte mit der US-Weltraumbehörde NASA ist gedacht, SpaceX möchte mit der noch zu entwickelnden Rakete Falcon-9 Nutzlasten zur Internationalen Raumstation befördern und wieder zur Erde zurückschaffen.
TA



drucken




Uhura Uraniae |
Raumschiff Erde |
Go for Launch |
Himmelslichter |
Astronomers do it at Night |
Einsteins Kosmos |
Astra's Spacelog | 






1. Was lange währt ...
03.10.2008, Dipl.-Ing. J. Woker, KaiserslauternNachdem bei den ersten drei Fehlversuchen die Häme bezüglich des privaten Versuchs eines Zugangs zum Satellitengeschäft doch erkennbar zunahm ist es zu begrüßen, dass sich die Macher des Projekts von den Rückschlägen nicht haben entmutigen lassen.
Mit dem bewiesenen Pioniergeist und der nun ebenso erwiesenen Fähigkeit, eine wenn auch noch kleine Nutzlast in den Orbit zu bringen, kann man dem Team nur wünschen, dass sie die nun gezeigten Fähigkeiten festigen und verlässlich ausbauen können. Den Nutzern kann es nur recht sein, dass auch in diesem wichtigen Bereich der Technik das Monopol der staatlichen Anbieter mittelfristig Geschichte sein wird.