Bislang ist noch relativ wenig über P1 und P2 bekannt. Selbst ihre Durchmesser sind nicht genau bestimmt. Je nach der Rückstrahlfähigkeit ihrer Oberfläche gehen Wissenschaftler von Werten zwischen 30 und 160 Kilometern aus. Besser Bescheid weiß man über ihre Umlaufbahnen. Erstaunlicherweise benötigen die kleinen Trabanten mit 24,9 und 38,2 Tagen pro Umlauf ziemlich genau das Vier- beziehungsweise Sechsfache eines Charon-
Aus diesen Übereinstimmungen folgern Wissenschaftler, dass womöglich ein einziger Zusammenstoß in grauer Vorzeit der Ursprung der Monde ist. Dagegen spricht allerdings, dass P1 und P2 auf Bahnen ziehen, die weit außerhalb des Orbits von Charon liegen.
William Ward und Robin Canup vom SwRI haben diesen Widerspruch nun aufgelöst. Nach ihrem Modell ergeben sich die Bahnen automatisch, wenn die Umläufe von Charon und den Kleinmonden gekoppelt verlaufen. Folgt Charon dann einer exzentrischen Bahn, zwingt dies P1 und P2 auf die beobachteten Kreise. Ein Mechanismus, wie er ganz ähnlich für die Bildung und Stabilität der Neptunringe vorgeschlagen wird. >> spektrumdirekt / AH



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