Planeten wo keine sein dürften
Selbst dort, wo sie nie damit gerechnet hätten, sind Astronomen mittlerweile auf Exoplaneten gestoßen. Die überraschendsten Erkenntnisse gewinnen die Forscher, wenn sie Planetensysteme rund um Braune und Weiße Zwerge sowie um Neutronensterne untersuchen.
Damit aber nicht genug. Gemeinsam mit Kollegen haben wir über ein Dutzend Weiße Zwerge in der Milchstraße entdeckt, die von Asteroiden, Kometen und vielleicht sogar Planeten umkreist werden. Solange die Sterne am Leben waren, gingen sie Tag für Tag am Himmel dieser Welten auf. Als sie aber starben, verdampften sie ihre inneren Planeten oder verschlangen und verbrannten sie. Zurück blieben nur die Himmelskörper in den kühlen äußeren Regionen der Systeme. Und auch etliche dieser Überlebenden zerrissen die Zwerge im Verlauf der folgenden Zeit. Solche dezimierten Systeme, Friedhöfe der Welten,


Michael W. Werner ist
Projektwissenschaftler im Spitzer-Team der NASA und Chefwissenschaftler für Astronomie und Physik
am Jet Propulsion Laboratory der
NASA im kalifornischen Pasadena.
Seit über 35 Jahren widmet er sich
der Infrarotastronomie und untersuchte
in dieser Zeit die Entstehung
von Sternen, das interstellare
Medium und die Zentralregion der
Milchstraße. Michael A. Jura ist
Professor
für Astronomie an der
University of California in Los
Angeles. Seine Arbeitsgebiete sind
die Astrophysik kühler Regionen
niedriger Dichte und extrasolare
Planetensysteme.
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