"Womöglich sieht der Asteroid aus wie eine gigantische Erdnuss oder es handelt sich um zwei getrennte Himmelskörper, die sich gegenseitig umkreisen", spekuliert Delbo. Erwiese sich Barbara tatsächlich als Doppelasteroid, könnten die Astronomen aus den Bahndaten und den errechneten Größen auf die Dichte der beiden Objekte schließen.
Die Größe und Form eines Asteroiden zu kennen, sei von entscheidender Bedeutung, so die Forscher. Mittels dieses Wissens ließe sich besser verstehen, wie sich Staub und Steine im frühen Sonnensystem zu größeren Objekten zusammenschlossen und wie Kollisionen und andere Prozesse sie seither geformt haben. Die von Delbo und seinem Team angewandte Methode wird nicht nur die Anzahl der physikalisch vermessbaren Asteroiden erhöhen, sondern rückt auch endlich die kleinen Gesteinsbrocken, die sich in ihren Eigenschaften sehr stark von den gut studierten größeren Exemplaren unterscheiden, in den Fokus.
Bislang bildeten Astronomen weit entfernte Asteroiden mit Hilfe adaptiver Optik an den größten erdgebundenen Teleskopen oder aber mit Weltraumteleskopen direkt ab. In der Regel beschränken sich diese Beobachtungen aber auf die hundert größten Objekte des Asteroidengürtels.
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