Feuerball im ewigen Eis: Die Suche nach dem Grönland-Meteoriten
Ein Feuerball durchquerte im Dezember 1997 den arktischen Himmel, scheinbar zu schnell, um aus dem Sonnensystem zu stammen. Einen Monat lang suchten Wissenschaftler im Eis nach Überresten – und nach Antworten.
W. Wayt Gibbs
Aber dann: Gute Neuigkeiten. Ein Fernsehsender in Grönlands Hauptstadt Nuuk berichtete, ein Ranger habe beim Segeln durch das Labyrinth der Inseln und Buchten vier frische Einschlagkrater in Küstenhängen gesichtet, ungefähr 60 Kilometer nordwestlich vom Camp, in der Nähe von Qeqertarsuatsiaat (siehe Karte Seite 41). "Wir haben bestimmt eine Stunde Satellitenzeit verbraten, um den Mann an die Strippe zu kriegen und mit ihm zu arrangieren, daß er uns dort hinführen muß." Eine weitere gute Neuigkeit folgte: Die Wetterlage brach endlich auf. Der Helikopter würde das Team kurz nach Tagesanbruch abholen.
Zu diesem Zeitpunkt weilte die Expedition bereits seit zwei Wochen in der Eiswüste. Sie war über Eis gewandert, in Fels- und Gletscherspalten geklettert und hatte Schneeproben geschmolzen, um nach Meteoritenstaub zu suchen – und nun sah es so aus, als wären die Mitglieder an der falschen Stelle tätig geworden. Doch Christensen sah das gelassen: "Berechnungen können falsch sein, was zählt ist


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