Um 2:43 Uhr tritt dann der Mond in den Kernschatten ein, was leicht zu erkennen ist. Während der nächsten 75 Minuten verschlingt der fast schwarze Erdschatten immer größere Bereiche der Mondscheibe, bis um 4:01 Uhr der Erdtrabant völlig in den Kernschatten der Erde eingetreten ist.
Nun leuchtet der Vollmond in einem dunkel- bis ziegelroten Farbton. Dies ist das kombinierte Licht aller zu dieser Zeit auf der Erde stattfindenden Sonnenauf- und untergänge, dass durch die Atmosphäre um die Erde herumgebrochen wird und so den Mond erreichen kann. Befände sich jetzt ein Astronaut auf dem Erdbegleiter, so würde er am Ort der Erde eine dunkle Scheibe sehen, die von einem schmalen hellorangefarbenen Ring umgeben ist. Er erstreckt sich über den vierfachen scheinbaren Durchmesser des Vollmonds am irdischen Himmel. Diesen Anblick konnten bisher nur drei Menschen genießen, nämlich im Jahre 1969 die Astronauten der Mission Apollo 12 bei ihrem Rückweg zur Erde.
Um 4:26 Uhr ist die Mitte der Finsternis erreicht, der Mond befindet sich jetzt am tiefsten im Kernschatten. Ab 4:52 Uhr verlässt der Erdtrabant den Kernschatten, nun durchläuft er in umgekehrter Reihenfolge die partielle Phase. Um 6:09 Uhr ist er vollständig aus dem Kernschatten heraus, und um 7:18 Uhr verlässt er endgültig den Erdschatten. Zu dieser Zeit ist der Mond bei unseren Längengraden allerdings bereits am westlichen Horizont untergegangen.
Auf die nächste von Mitteleuropa aus vollständig zu beobachtende totale Mondfinsternis müssen wir nach dem 21. Februar rund siebeneinhalb Jahre warten. Am 18. August 2008 findet eine partielle Mondfinsternis statt, dabei wird der Erdtrabant zu 81 Prozent in den Kernschatten der Erde eintauchen. Im Jahre 2009 wird an Silvester der Mond zu etwa drei Prozent vom Kernschatten verfinstert, sonst finden in diesem Jahr nur drei kaum zu beobachtende partielle Halbschattenfinsternisse statt.
TA





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1. Nach der Mondfinsternis
21.02.2008, Manfred Holl, HamburgDie letzte totale Mondfinsternis für die nächsten 7,5 Jahre, und in Hamburg gab es mal wieder nichts zu sehen. Lediglich so gegen 4:30 Uhr MEZ schien die über der Stadt hängende Wolken-/Nebelschicht sich ein wenig lichten zu wollen. In Blickrichtung SSW war für ein paar Minuten deutlich ein rötlicher Schimmer zu sehen, der auf eine helle Mondfinsternis hindeutete. Das war der Höhepunkt des Ereignisses. Danach blieb der Himmel bedeckt und nach Sonnenaufgang kam stellenweise dichter Nebel auf.
2. Mondfinsternis im Tessin gut zu sehen
22.02.2008, CH-8424 Embrach (Schweiz)Thomas Baer, Sternwarte Bülach (Schweiz)